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Kenshin
Informationen zu Kenshin
Manga-ka: Nobuhiro WatsukiGenre: Action / History
Originaltitel: Rurouni Kenshin
Bände:
Japan: 28, abgeschlossen
Deutschland: 28, abgeschlossen
herausgebracht von:
Japan: Shueisha Inc. 1994 – 2000
Deutschland: Egmont Manga und Anime 2001 - 2003
Story: Japan im 11. Jahr Meiji (1879). Nach dem Sturz des Shogunats und der Bildung einer neuen Regierung befindet sich das Land in Unruhe und das Volk fühlt sich erneut unterdrückt. In dieser Zeit, die während der Restauration durch blutige Attentate und Kämpfe herbeigeführt wurde, um die Unterdrückung der Menschen zu beenden, versucht die Regierung den Frieden zu wahren, indem das Tragen von Waffen verboten wird. Aus der alten Zeit sind viele Kämpfer übrig geblieben, die sich nun im neuen Zeitalter zurecht finden müssen. Während viele der damaligen Patrioten in die Politik gegangen sind, gibt es auch solche, die noch immer durch die Lande streifen. So auch der Attentäter Battosai, der als der gefährligste aller Kämpfer galt. Im ehemaligen Edo und der neuen Hauptstadt Japans: Tokyo soll er nun sein Unwesen treiben und noch immer töten.
Die Schwertkämpferin Kaoru Kamiya will sich dem Gegner stellen, da dieser behauptet im Auftrag ihres Dojos zu morden, doch statt eines Attentäters findet sie einen schmächtig erscheinenden Vagabunden in den Straßen, der ein Schwert mit verkehrter Klinge mit sich führt. Als plötzlich Kampfgeschrei ertönt, stürzt sie sich in den Kampf. Doch hat sie gegen die Kraft und Größe des Gegners keine Chance. Im letzten Moment kann der Vagabund sie retten und flüchten.
Kurze Zeit darauf gerät Kaoru wieder in Gefahr, denn hinter dem vermeintlichen Battosai steckt der grobschlächtige Hiruma, der zusammen mit seinem Bruder Kaorus Dojo übernehmen will. Im letzten Moment erscheint wieder der Vagabund und besiegt mehrere Gegner mit einem Schwerthieb. Er stellt sich als der wahre Battosai heraus und befreit Kaoru ohne auch nur einen der Feinde zu töten. Nach Ende des Kampfes bittet Kaoru den Vagabunden zu bleiben. Nach kurzem Überlegen stellt er sich ihr als Kenshin Himura vor und beschließt, für einige Zeit in Tokyo zu verweilen.
So hat der Kamiya-Dojo einen weiteren Bewohner, doch es folgen noch weitere, wie der junge Yahiko Myojin, Sohn einer alten Samuraifamilie und erster Schüler Kaorus. Auch der frühere Raufbold Sanosuke schließt sich bald der „Kenshin-Bande“ an und obwohl sie alle unterschiedlichen Idealen und Zielen folgen, kämpfen sie gemeinsam für die Zukunft Japans.
Eigene Meinung:
„Kenshin, der Vagabund“ ist dank der actionlastigen Handlung eher ein Shounen-Manga, denn nicht oft ziehen sich die langen Kämpfe über mehrere Manga. Vor allem in solchen Momenten, kann nur ein Freund von Kampfszenen hier seine Erfüllung finden. Dafür sind gerade diese Szenen auch sehr lebendig gestaltet und bringen dem Leser die Atmosphäre der Kämpfe näher. Die Liebesgeschichte zwischen Kenshin und Kaoru hätte ich persönlich lieber noch öfter gesehen, doch kann man in einem Shounen-Manga nicht zu viel Romantik erwarten.
Nobuhiro Watsuki hat oft versucht Elemente der bekannten japanischen Geschichte einzubauen, wobei diese Realitätsnähe durch manchmal doch recht skurrile Gegner überdeckt wird.
Aufgelockert wird der Manga immer wieder durch viele Gags. So wird jedem, der Kenshin kennt der Ausspruch „Oho!“ ein Begriff sein
Die Entwicklung der einzelnen Figuren ist über die Zeit sehr gut zu sehen und man merkt wie sie zusammen mit den Geschehnissen wachsen. Es macht Spaß, mehr über die Vergangenheit der Charaktere zu erfahren und langsam herauszufinden, warum Kenshin dem Töten komplett entsagt hat. Auch das Geheimnis um seine Narbe wird noch gelüftet. Dabei wird dem Leser immer wieder gezeigt, welche Opfer der Weg in eine bessere Zeit forderte.
Zeichentechnisch hat Watsuki sich während des Manga weiterentwickelt und so findet der Stil seinen Höhepunkt zwischen dem 16. und 18. Band. Dies hält sich so bis zu Band 22, doch während des folgenden Buches beginnt eine langsame Veränderung, die sich vom vorherigen Stil löst. Mir persönlich gefällt dieser neue Stil, der ab Band 26 wirklich erkennbar wird weniger, doch ist das Geschmackssache.
Der Manga „Kenshin, der Vagabund“ ist wie schon erwähnt vor allem etwas für Fans von Action und Kampfszenen. Für alle anderen ist er nur bedingt geeignet, da der Manga mit 28 Bänden und damit einem Gesantwert von 140¤ nur mit viel Aussdauer und vor allem Geld zu einem Ende gebracht werden kann. Doch wer die Möglichkeit hat, ihn zu lesen, ohne ihn selbst zu kaufen, dem kann ich die Geschichte um den Samurai mit der kreuzförmigen Narbe auf der Wange nur empfehlen.
Text: © AnimeBox.de | Eingetragen: 16.08.06
Manga zu Kenshin
Bisher keine Manga eingetragen.

